Hermann Kant: Kurzgeschichten und „Die Aula“

Der 1926 in Hamburg geborene Hermann Kant war einer der bedeutendsten Autoren der DDR. 1962 veröffentlichte er sein erstes Buch, den Erzählungsband „Ein bisschen Südsee“. 1965 erschien sein erster, autobiographisch gefärbter Roman „Die Aula“, der rückblickend das Leben an einer Arbeiter-und Bauern-Fakultät schildert und ihn in Ost und West gleichermaßen bekannt machte. Weitere wichtige Werke Kants sind seine Romane „Das Impressum“ und „Der Aufenthalt“ sowie die Erzählbände „Der dritte Nagel“ und „Bronzezeit“. Kants Erzählstil ist meist von Ironie geprägt, besonders seine Kurzgeschichten sind oft treffende Satiren auf den DDR-Alltag. 1959 trat Kant dem Schriftstellerverband der DDR bei, von dem er ab 1969 Vizepräsident und ab 1978 Präsident war.

Kant war ein grundsätzlicher Befürworter der DDR. Er war auch politisch aktiv und gehörte in den achtziger Jahren der Volkskammer der DDR sowie dem ZK der SED an. Sein Verhältnis zu DDR-kritischen Autoren war unterschiedlich: So befürwortete er 1979 den Ausschluss von neun Kollegen aus dem Schriftstellerverband, darunter Stefan Heym und Klaus Schlesinger. Andererseits kümmerte er sich um eine Neuauflage des Romans „Es geht seinen Gang“ von Erich Loest. Kant hatte Kontakte zur Staatssicherheit, eine Mitarbeit wurde ihm vorgeworfen, er hat sie jedoch stets bestritten. Hermann Kant starb 2016 in Neustrelitz.

31.August 2018 um 19.30 Uhr bei MehrWertKultur, Noblèestr. 13a

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