Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 28.Oktober 2025 um 19.30 Uhr
Mieterpavillon, Friedrich-Naumann-Str.7

„Der Ossi, das unbekannte Wesen“ – war und ist es nicht so? Während es in der DDR ein großes Interesse an der BRD und dem Leben dort gab, war für die „Wessis“ der Osten doch eher ein Entwicklungsland, milde belächelt, bedauert ob seiner Abhängigkeit vom „großen Bruder“ Sowjetunion, kritisiert wegen seiner Unfreiheit. Die Mauer galt als sichtbares Mahnmal für die schreckliche Realität, in der die erbarmungswürdigen Ostdeutschen leben mussten: Wer seine Bürger einmauern muss, damit sie nicht abhauen, ja, der hat es wohl nötig. Die Care-Pakete, die bis zur „Wende“ in der DDR geschickt wurden, bestätigten das Bild vom „armen Ossi“: Kaffee, Nylonstrümpfe, Schokolade, Südfrüchte …. All das schien es ja in der DDR nicht zu geben und wurde von der „reichen“ Westverwandschaft (mehr oder weniger gerne) geschickt.

Dass dieser „Mangel“ auf gesellschaftlichen Entscheidungen basieren könnte, wie z.B. der Entscheidung, die Länder in denen Südfrüchte und Kaffee, Kakao, Tee wachsen, nicht ausbeuten zu wollen, kam niemandem in den Sinn. Und dass die großzügigen West-Gesten dieser Form eben genau darauf basierten, auch nicht. Das ist nur einer der blinden Flecken in der Wahrnehmung unseres ehemaligen Nachbarlandes.
Wir haben heute Gäste, die aus eigener Erfahrung über ihre Sicht und ihr Erleben der DDR berichten wollen. Ohne den Anspruch, damit die Wahrheit zu verkünden, aber doch mit der Intention, unser Bild dieses „anderen Deutschlands“ zu ergänzen.
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