95 Jahre Spanische Republik: Spanische Republikaner gegen Faschismus

Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 28.April 2026 um 19.30 Uhr
Mieterpavillon, Friedrich-Naumann-Str.7

Vergessene Helden – sie wurden besiegt, aber nicht gebrochen.


In verschiedenen Kulturen, Ländern und Kontinenten sehen wir, dass viele Feierlichkeiten der Linken an Niederlagen erinnern: der 28. Mai 1871 an das Ende der Pariser Kommune, die Frankfurter Nationalversammlung von 1848, der es nicht gelang, ihre Verfassung durchzusetzen, der Spanische Bürgerkrieg 1936–1939, der im Faschismus endete oder der Militär­putsch in Chile 1973. Diese Daten sind zwar wichtig, hinterlassen aber im Unterbewusst­sein einen Nachgeschmack von Niederlage und Resignation angesichts der Unmöglich­keit einer wirklichen Veränderung.
Wir könnten jedoch dieselben Ereignisse aufgreifen und ihrer positiven Aspekte gedenken: Wäre es nicht besser, Allendes Amtsantritt als Präsident Chiles statt des Militärputsches zu feiern? Oder vielleicht die Ausrufung der Zweiten Spanischen Republik statt ihrer Niederlage im Krieg?
Anknüpfend an diesen Perspektivenwechsel – und da sich am 14. April die Ausrufung der Zweiten Spanischen Republik zum 95igsten mal jährt – laden wir Euch ein, diesen Jahrestag gemeinsam mit uns zu begehen.
Der republikanische Idealismus wurden nie besiegt – er lebte trotz der militärischen Niederlage 1936 in den Köpfen und Herzen der Menschen weiter. Wir sollten den unermüdlichen Kampf der spanischen Republikaner nicht nur als historische Gegebenheit betrachten, sondern als ein mögliches Vorbild für die aktuelle Situation. Auch das Verständnis von Antifaschismus in dieser Zeit kann uns möglicherweise dabei helfen, die aktuelle Entwicklung hin zu einer „Radikalisierung der Mitte“ besser zu verstehen.
Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Euch über all diese Punkte.

Howard Zinn: „You Can’t Be Neutral On A Moving Train“

…in der Reihe: Laien’s Dok Film-Abend

Freitag, 17.März 2023
20.00 Uhr
Kulturverein „Alles Wird Schön“
Friedrich- Naumann- Straße 27

Howard Zinn: Beispiel für ein anderes Bild über die USA. Eine amerikanische Lebensgeschichte.

Martin Luther King, Angela Davis, Malcolm X, Woodie Guthrie, Sacco und Vanzetti… das sind einige der bei uns bekannten US-amerikanischen Bürgerrechts- Gewerkschafts- oder Friedenskämpfer in den USA. In der Regel erschöpft sich damit das Wissen über die US-amerikanische Linke. Vermutlich ist Howard Zinn den meisten Friedens- oder Gewerkschaftslinken hier nicht bekannt, obwohl er, 1922 geboren und 2010 gestorben, in den USA ein sehr prominenter Historiker, Polit-Aktivist und Hochschullehrer war. Seine „Geschichte eines amerikanischen Volkes“, das eine Millionenauflage erreichte, hat Generationen von Schülern und Studenten beeinflusst und das bis heute aktive „Zinn-Projekt“ begeistert noch immer tausende Studenten und Schüler.
Seine Vorlesung zum Zivilen Ungehorsam wurde auf großen Bühnen in den USA vorgetragen: Hier mit Matt Damon als Vortragenden und langjährigen Freund von Zinn. https://www.youtube.com/watch?v=gMScAZPDAxE


Zinns Aufforderung zu zivilem Ungehorsam ist aktueller den je und gilt weltweit.

Seine Filmbiographie „You Can’t Be Neutral On A Moving Train“ zeigt eine packende Lebensgeschicht, die eine andere Sicht auf die USA vermittelt.
Dauer: 78 Minuten
Sprache: Englisch, Untertitel: deutsch