Wenn das Leitungswasser brennt…: Fracking-Gas aus den USA

Laien’s Dok Film-Abend
Freitag, 13.Januar 2023
19.30 Uhr
Kulturverein Alles Wird Schön
Friedrich- Naumann- Straße 27

Durch Fracking gefördertes Gas ist „in“. Allen grünen Lippenbekenntnissen zum Trotz wird gerade die umweltschädlichste Art und Weise der Öl- und Gasgewinnung gefördert – der „Sieg über Russland“ hat Priorität. Die grüne Basis wird beruhigt, dass nun der Übergang zum „post-fossilen Zeitalter“ endgültig eingeleitet sei. Der tatsächliche Ausbau der fossilen Infrastruktur (Flüssiggasterminals und Pipelines) wird dementsprechend mit der Illusion legitimiert, sie sei ohne Probleme auf den zukünftigen Energieträger Wasserstoff umrüstbar.
(Wasserstoff-Pipeline H2Med: Etikettenschwindel. Telepolis, 12.12.2022
https://www.heise.de/tp/features/Wasserstoff-Pipeline-H2Med-Etikettenschwindel-7373248.html?seite=all )

Genauso befördert, unbeachtet von der Öffentlichkeit, die rot-grüne Bundesregierung durch ihre Förderung von Flüssiggas tatsächlich die reale Plastikproduktion, während sie Trinkhalme und Plastiktüten verbietet…:

US-Fracking fördert einen europäischen Plastikboom
National Geographic. 29.03.2021
https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/03/us-fracking-foerdert-einen-europaeischen-plastikboom

Die Chancen stehen mittlerweile gut, dass die Bundesregierung auch hierzulande (vor allem in Niedersachsen) das Fracking erlauben wird, nachdem es nach großen Protesten vor einigen Jahren verboten worden war. „Wir“ haben ja schließlich strengere Umweltauflagen als die USA… Die Bilanz der Förderung von Öl und Gas durch Fracking dabei ist verheerend: vergiftetes Trinkwasser, verpestete Luft, zerstörte Landschaft.

Wir wollen uns zu diesem Thema mit einem der eindrucksvollsten Umweltfilme der jüngeren Zeit nähern, der ökologischen Katastrophen in den USA beschreibt und wie diese von einem Kartell aus Behörden und Unternehmen unter dem Deckel gehalten werden.

„Neue Wut“ – Dokumentarfilm von Martin Keßler

Freitag, 09.Dezember 2022, 20 Uhr
im Mieterpavillon, Friedrich- Naumann- Straße 7

..entstanden 2004/05. Dieser Film dokumentiert die Proteste gegen die geplante Einführung der Hartz-Gesetze und die damals stattfindenden Kämpfe, insbesondere die sog. Montagsdemos. Sie waren bereits damals Gegenstand von Diffamierungen und Denunziation der Teilnehmer als „rechts“. Diese Spaltungsversuche waren so erfolgreich, dass letztlich der Protest erlahmte und das Kapital gewonnen hat. Wir haben ihn deshalb ausgewählt, weil wir gegenwärtig ähnliche Angriffe auf kritische Stimmen und Aktionen erleben.

Martin Kessler schreibt zu seinem Film:
Vereinzelter Protest oder neue soziale Bewegung?
Montagsdemos gegen Hartz IV, Arbeitskämpfe, Autobahnblockaden gegen Studiengebühren. Es ist vor allem Wut, die die Menschen auf die Straße treibt: Wut über die schamlose Bereicherung bei „denen da oben“ und immer neue Einsparungen „bei denen da unten“. Hinter dieser Wut steht oft genug blanke Angst. Die Angst, endgültig sozial abzustürzen. Und ein Gefühl der Ohnmacht.

Das Filmprojekt: Seit 2003 begleitet das dokumentarische Langzeitprojekt „neueWUT“ „einfache Demonstranten“ und sogenannte „Rädelsführer“ verschiedener Protestwellen. Aber auch ihre jeweiligen Kontrahenten – z. B. Gerhard Schröder oder Roland Koch. Und fragt: Woher kommt diese Wut? ( http://www.neuewut.de )

Mit diesem Filmabend beenden wir das ereignisreiche (Veranstaltungs-) Jahr 2022 und beginnen gleichzeitig eine neue Reihe: Unter dem Titel:

Laien’s Dok Film-Abend

starten wir eine – wenn möglich – monatliche Reihe von Filmabenden mit Dokumentarfilmen. Ausgehend von einem beachtlichen Fundus an Dokumentationsfilmen haben wir überlegt, diese allgemeiner zugänglich zu machen. Zu jedem Abend gibt es einen oder auch mehrere Dokumentationsfilme zu einem aktuellen oder auch zurückliegenden Thema. Vielfältige soziale und politische Kämpfe werden vorgestellt und so dem Vergessen entrissen. Frei nach dem Motto: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart begreifen. Dies ist um so wichtiger, als wir gegenwärtig einen Niedergang kultureller und politischer Umgangsformen, Umdeutungen und Konfusion insbesondere der sonst sehr gesellschaftskritischen Teile unserer Gesellschaft erleben. Besonders festzustellen ist dies seit der Installierung des Corona-Regimes und weiter seit dem Krieg in der Ukraine. Die weitgehende Gleichschaltung der Hauptmedien, die auch per Gesetzesverschärfung vorangetrieben wird, verbunden mit staatlicher Diffamierung und Einschränkung der freien Meinungsbildung und Diskussion fordert zu Widerstand auf.

In dem Sinne freuen wir uns auf euren Besuch und wünschen uns allen einen neuen Aufbruch im kommenden Jahr!