Rainer Mausfeld: „Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien“

Ein Mittel, um die Macht in Herrschaftssystemen zu erhalten ist Angst.

Rainer Mausfeld ist emeritierter Professor für Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung an der Universität Kiel. In seinem Buch „Angst und Macht“ stellt er die Erzeugung von Angst als Herrschaftstechnik in kapitalistischen Demokratien vor. Deren Eliten stehen vor dem Dilemma, dass der neoliberale Transformationsprozess für den armen Teil der Bevölkerung offensichtlich negative Folgen hat und gegen ihre Interessen ist, während die Politik gleichzeitig eine Legitimation ihres Handelns durch „demokratische Willensbildung“ benötigt. Um dieses Dilemma aufzulösen und das neoliberale Projekt voranzutreiben, werden ausgefeilte Manipulationsmethoden des Bewusstseins der Individuen eingesetzt. Ein wichtiges Element ist dabei die systematische Erzeugung von Ängsten. Diese haben einen starken und tiefgehenden psychologischen Einfluss auf uns sowie unser Handeln (und Nichthandeln); viel tiefgreifender als rationale Erklärungsmuster und Meinungen.

Im Vortrag werden die Wirkmechanismen der Angsterzeugung im Neoliberalismus sowie die Auswirkungen vorgestellt. In der anschließenden Diskussion soll gemeinsam der Frage nachgegangen werde, wie man sich von diesen Wirkmechanismen befreien und eine eigene Position einnehmen kann.

Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 25.Oktober 2022 im Mieterpavillon Heimfeld,
Friedrich-Naumann-Str.7
19.30 Uhr

Klatschen für die Energiekonzerne!

„Statt zu zahlen: Lasst uns abends für die Energiekonzerne klatschen – für das Pflegepersonal hat das ja auch gereicht!“

Diskussionsveranstaltung
Dienstag, 30.August 2022, 19.30 Uhr
Mieterpavillon, Friedrich- Naumann- Str.7

deutsch-russische Pipeline Druschba: Freundschaft war einmal…

Frieren für den „Sieg gegen Russland“, Waschlappen statt Dusche, Fahrrad statt Auto…





Was erleben wir gerade?
Eine Kriegswirtschaft mit „geistig- moralischer Wende“? Internationale Machtpolitik? Eine gezielte Verarmungspolitik? Die grüne Energiewende?

Die Tage werden kürzer, der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, die Energiepreise explodieren und wir werden auf den ersten „Kriegswinter“ seit 1945 eingeschworen…
Proteste werden von der rot-grün-gelben Regierung erwartet und vorsorglich schonmal gewarnt, dass sie sicherlich von „rechts“ dominiert sein werden. Akzeptabel sei die Angst vor sozialen Härten, aber ein Infragestellen des Handelns der Regierung verfolge eine unzulässige „Delegitimierung des Staates“.
Um in den kommenden Auseinandersetzungen Positionen vertreten zu können und nicht in die aufgestellten Fallen zu tappen, haben wir uns verschiedene Aspekte der sog. „Gaskrise“ angeschaut und wollen mit euch darüber diskutieren:

1. Was ist eigentlich der Kern des Konfliktes um Gaslieferung zwischen Russland und der EU?

2. Wozu dienen die Sanktionen gegen Russland?

3. Sind die hohen Energiepreise die Grundvoraussetzung für eine „Grüne Energiewende“?

4. Welche politischen Positionen zur ganzen Energieproblematik gibt es bislang? Können wir uns da wiederfinden? Welche eigenen Positionen haben wir?


Den Text zur Diskussion findet ihr hier: